Candy-Cake

oder auch Süßigkeitenexplosion.

Als ich den zum ersten Mal gemacht habe, war das große Kind ganz ungläubig also dass Du sowas machen würdest, tststs - und das mittlere Kind Mama wieder...- das ist sein Kommentar wenn er was sehr toll findet. Verdammt. Ich vermute kein anderer Geburtstagskuchen hat je wieder eine Chance. Mit Wehmut denke ich an die Krautkopf-Tarte mit Salzkaramell und gedünsteter Birne oder einen Naked cake mit Feige in schwarzem Tee. Dagegen ist das hier doch eher brachial. Aber ich kann die Vorliebe so gut verstehen. Das passt einfach so so gut zur kindlichen Wahrnehmung. Und es ist einfach auch so, dass ich diese Arrangements supergerne herstelle. das ist nämlich schon auch Komposition und ein sort of künstlerischer Vorgang. Finde ich. Bei Bildern wäre davon die Rede ob es popt oder nicht.  

Ausschlaggebend in der Gestaltung finde ich die Farbwahl (wie immer) und die Umrisse (auch wie immer). Ein zu schokolastiger Kuchen kommt nicht hübsch weil zu braun/ einfarbig. Für die Umrisse geht es mir besonders um die Ebenen/ Höhenunterschiede - darum als ein Hauptwerkzeug: Das Holzstäbchen! 

Ich würde aber davon absehen diesen Kuchen noch mit einer Girlande oder anderen schmückenden Elementen zu versehen, selbst das mit den Kerzen finde ich nur so lala in dem Fall. Aber das bleibt natürlich Geschmackssache.

 

 

 

Grundrezept Candycake 

Springform 20cm Durchmesser fetten, Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

160 g Butter
130 g Zucker
330 g Mehl
Vanillezucker, Salz
1 TL Backpulver
3 Eier
120 ml Milch
+Kakao für dunklen Teig, Zitronenabrieb für hellen

Butter, Zucker, Salz, Vanillezucker schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren.
Mehl und Backpulver mischen und kräftig im Wechsel mit der Milch unterarbeiten. Kakao oder Zitrone zugeben.

Den Teig in die vorbereitete Form geben und etwa 45 Minuten backen, Stäbchenprobe machen. Auf dem Rost ganz auskühlen lassen vor dem Schmücken. Kuppe gegebenenfalls abschneiden. Wer mag halbiert den Boden längs und gibt eine Schicht Gelee oder dergleichen hinein.

Ja nun. Und für alles was den einfachen Kuchen zum Candycake macht kann ich nur Anregungen geben. darum meine gesammelten werke im Bild. Pinterest oder Instagram bietet auch Anregung. Oder einfach ein Spaziergang durch die Süßwarenabteilung im Laden. Denn auch wenn es hier meist alternativ gesüßte Zimtschnecken mit Dinkelvollkornmehl als Gebäck gibt: Hier ist genau das Gegenteil Programm. Und das darf es auch. : )

 

Was vielleicht noch wichtig ist: Die Glasur dient zugleich als Klebstoff. Also Glasieren und Schmücken in einem Zuge erledigen. Ich finde übrigens weiße Schokolade schöner auf diesem Kuchen und sie ist eine gute Leinwand.

Und jetzt macht was draus! 
Bei uns ist das übrigens so: Wenn die Kindergeburtstagsgäste kommen wird der Kuchen noch nicht freigegeben. Den essen wir am Tag drauf in der Familie. Und natürlich verteilt das Geburtstagskind die Stücke und entscheidet wer was bekommt. Ist ja sein Kuchen. Im Partyflow mit den Gästen wäre es aber so, dass ausschließlich die Süßigkeiten runtergegessen würden. Übrig bleibt der traurige, geplünderte Kuchen. Das wird dem Gesamtkunstwerk und auch der von mir hineingesteckten Liebe einfach nicht gerecht. ; )

 

Sodenn***

 

 

 

 

1 Kommentar

Maren

Heute getestet und so begeistert von dem Ergebnis 🥰 danke für die Inspiration 🤩

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